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13 Tote bei Busunglück!

Berlin. 28.9.2010

Volker Labes, Berlin - Spandau

Trauer in Polen und Deutschland gleichermaßen: Am Tag nach dem schweren Busunglück bei Berlin beginnt die Aufarbeitung. Am Montagmorgen war immer noch nicht klar, warum eine Autofahrerin mit dem Bus kollidierte und dieser daraufhin gegen eine Brücke raste. Allerdings liegt die Vermutung von Aquqplaning sehr nahe! Die Polizei ermittelt fieberhaft. Auch die Staatsanwaltschaft in der polnischen Stadt Stargard Szczecinski soll Ermittlungen eingeleitet haben. Zudem koordiniert eine Arbeitsgruppe der brandenburgischen Landesregierung die weitere Versorgung der insgesamt 38 Verletzten, darunter 19 Schwerverletzte. Am Montagmorgen wurden noch immer die meisten von ihnen in 15 Krankenhäusern vorsorgt, sagte ein Polizeisprecher. Nur einzelne konnten entlassen werden. 13 Menschen starben direkt bei oder nach dem Unfall.

Beim bislang schlimmsten Busunglück seit Jahresbeginn in Deutschland verlor eine Autofahrerin am Schönefelder Kreuz die Kontrolle über ihren Wagen. Sie prallte gegen den vorbeifahrenden Reisebus, dieser raste dann gegen einen Brückenpfeiler. Warum die 37-jährige Frau die Kontrolle verlor, war laut Polizei auch am Montagmorgen noch unklar. Ob etwa Müdigkeit, der Regen oder Unaufmerksamkeit eine Rolle spielten, muss noch herausgefunden werden. Die Frau wurde selbst auch verletzt. Sie hatte noch zwei weitere Menschen in ihrem Auto.

In dem aus Polen stammenden Bus waren 49 Insassen. Die Fahrgäste waren Mitarbeiter des Forstamtes in Zlocieniec oder deren Familienmitglieder. Sie befanden sich auf dem Rückweg aus dem gemeinsamen Spanien-Urlaub. Der sichtlich bestürzte polnische Regierungschef Donald Tusk besuchte bereits am Sonntagabend Verletzte in einer Berliner Klinik. „Vielen Dank für Euren Einsatz und Eure Hilfe“, sagte Tusk dort zur Arbeit der rund 300 deutschen Rettungskräfte am Unfallort. Auch in den polnischen Medien bestimmte die Bestürzung über die Tragödie in Deutschland am Abend und in der Nacht die Nachrichten.

 


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