|
„Daisy“, eine Frau mit Schnee im Blut!
Volker Labes, Berlin
11.01.2010
Der
Katastrophenalarm wegen der Schneemassen, die Sturmtief "Daisy" mit
sich gebracht hat, ist in zahlreichen Gemeinden in Norddeutschland
mittlerweile wieder aufgehoben worden - das Tief ist aus Deutschland
abgezogen. Dennoch kommt der Straßen-, Flug- und Schienenverkehr nur
langsam wieder in die Gänge. Einige Orte auf Fehmarn sind nach wie
vor von der Außenwelt abgeschnitten. Es handelt sich um drei oder
vier Dörfer, zu denen bisher noch keine Zufahrtsstraße geräumt ist.
Am frühen Nachmittag sollen 42 Ortschaften wieder erreichbar sein.
Bis alle Straßen vollständig befahrbar sind, wird es aber noch
mehrere Tage dauern, sagte ein Sprecher des zuständigen Bauhofs. 25
Räumfahrzeuge sind die Nacht hindurch auf der Insel im Einsatz
gewesen. Schneeverwehungen behindern weiterhin auch den Verkehr in
Vorpommern.
Aufgrund
des Schneechaos fällt in ganz Mecklenburg-Vorpommern die Schule aus.
Das Landesbildungsministerium gab allen Landkreisen und kreisfreien
Städten schulfrei, nachdem in Ostvorpommern als erster Landkreis
Katastrophenalarm ausgerufen werden musste, wie das Lagezentrum im
Schweriner Innenministerium mitteilte. Grund dafür sind die extreme
Witterungssituation und die zunehmend chaotischen
Verkehrsbedingungen, heißt es. Aus verschiedenen Landesteilen wurden
im Laufe der Nacht zum Sonntag örtliche Stromausfälle gemeldet.
Über den genauen
Umfang und konkret betroffene Orte konnte das Landeslagezentrum
zunächst keine Angaben machen. Ein Bürgertelefon wurde eingerichtet,
bei dem sich die Menschen bei Problemen melden können.
Auch Berlin meldet
ungewöhnlich hohe Schneeverwehungen, hier ist aber die Lage
wesentlich entspannter.
|