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Filmreifer Überfall bei Pokerturnier!
Volker
Labes, Berlin
09.03.2010
Schätzungsweise vier maskierte Männer haben am Samstagnachmittag mit
Schusswaffen das Berliner Luxushotel "Grand Hyatt" am Potsdamer
Platz überfallen und dort offenbar einen Teil des Millionen-Jackpots
abgeräumt. Wie ein Polizeisprecher am Abend weiter sagte, seien die
Täter mit Geld geflüchtet, die Höhe der Beute nannte er nicht. Laut
"Berliner Morgenpost", die sich auf Ermittlerkreise beruft, ist das
Quartett mit 200.000 Euro auf der Flucht. Die Berliner
Boulevard-Zeitung "B.Z." hatte zuvor über eine Beutesumme von
800.000 Euro spekuliert.
Medienberichten zufolge, bei denen es dem Sicherheitsdienst der
"European Poker Tour" gelang, den Räubern bei ihrer Flucht aus dem
ersten Stock des "Grand Hyatt" die Beute zu entreißen, bestätigte
der Polizeisprecher nicht. Einem Sicherheits-Mitarbeiter sei es
zunächst gelungen, einen der Räuber festzuhalten. Er wurde aber von
einem Komplizen aus der Umklammerung losgerissen. Anschließend
flüchteten die Täter in Richtung des Einkaufszentrums "Potsdamer
Platz Arkaden" und verschwanden dort in der Menschenmenge.
Augenzeugen wollen gesehen haben, wie die Bande in einen schwarzen
Mercedes-Benz stieg.
In dem
Fünf-Sterne-Hotel, in dem sich etliche der weltbesten Pokerspieler
versammelt hatten, brach das Chaos gegen 14.15 Uhr aus. Bei dem
Gedränge wurden nach Polizeiangaben mehrere Menschen leicht
verletzt. Schüsse sollen nicht gefallen sein. Augenzeugen
berichteten von Glassplittern auf dem Weg zu den Spieltischen,
Stühle lagen umgekippt auf dem Boden. Kurz nach dem Überfall begann
die Berliner Polizei mit der Spurensicherung.
Wie es heißt
sind von einem der Täter auf einer Plastiktüte Fingerabdrücke
sichergestellt worden.
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