Berlin. 8.1.2010
Volker Labes. (Foto: Jan Hansen - sfm.no)
In einem ersten Schritt plant die Berliner Senatsverwaltung eine
Teilausschreibung des S-Bahn-Netzes der Stadt, wie Verkehrssenatorin
Ingeborg Junge-Reyer (SPD) ankündigte. "Wir haben mehrere Optionen
und favorisieren eine Teilausschreibung", sagte Junge-Reyer.
Derzeit bereite "man die Definition von
Teilstrecken vor", bereits im kommenden Monat wolle man
die zuständigen EU-Behörden über die geplante Vergabe informieren.
Alternativen zu der Ausschreibung sei es, künftig einen Teil des
Betriebs durch die landeseigenen Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) zu
organisieren. Dafür wäre eine Ausschreibung nicht nötig. Diskutiert
werde auch ein Kauf der S-Bahn durch das Land Berlin. "Ich sehe
allerdings nicht, wie die Konzernmutter auf einem positiven
Kaufpreis bestehen könnte", sagte Junge-Reyer.
Die Bahn will sich jedoch
nicht von der S-Bahn trennen: "Ein Rückzug oder Verkauf der S-Bahn
Berlin steht für uns nicht zur Debatte", betonte Ulrich Homburg,
Vorstand Personenverkehr der Deutschen Bahn. Dafür sei dort nach den
Investitionen der vergangenen Jahre zu viel Kapital gebunden", hieß
es. "Wir wollen den Vertrag bis 2017 erfüllen und auch weiterhin den
S-Bahn-Verkehr in Berlin fahren", sagte ein Sprecher. Stellt sich
die Frage wo die sogenannten Investitionen bleiben. Wartungen können
wegen mangelnder Möglichkeiten nicht durchgeführt werden. Die S Bahn
fährt zur Zeit im verkürzten Takt und manche Strecken werden gar
nicht bedient!
Nach dem Auslaufen des
Verkehrsvertrags könnte ab Ende 2017 ein privater Anbieter den
S-Bahn-Betrieb in der Hauptstadt zunächst teilweise übernehmen. Ab
2020 könnten dann weitere Strecken ausgeschrieben werden", sagte
Senatorin Junge-Reyer.
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