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Milliardenverluste bei Stadtwerken befürchtet!

Volker Labes, Berlin

07.06.2010

 Die CDU/CSU Bundespartei ist so Machtbesessen das man auch vor offensichtlichen Wahllügen nicht zurückschreckt. Als man mit der SPD gemeinsam die Regierung stellen konnte, da einigte man sich auf kürzere Laufzeiten der Atomkraftwerke in Deutschland. Jetzt, nachdem die SPD nicht mehr in der Koalition sitzt, da macht man einen Regierungskompromiss das die AKW nun doch längere Laufzeiten bekommen.

Und das versucht man noch als epochale Leistung zu verkaufen. Unterdessen wächst der Protest gegen diesen Kompromiss innerhalb Deutschlands.Die regionalen Energieversorger befürchten Milliardenverlust und fordern deshalb Entschädigungen. Der Kompromiss werde die städtischen Versorger mit 4,5 Milliarden Euro belasten, sagte der Vorsitzende der Stadtwerkevereinigung 8KU, Albert Filbert.

"Unsere Investitionen in Kraftwerke sind im Glauben auf politische Verlässlichkeit geschehen", sagte Stadtwerkevertreter Filbert der Berliner Zeitung. Die Auslastung des Kraftwerksparks der städtischen Unternehmen sinke durch die längeren Laufzeiten deutlich. "Die Entscheidung entzieht auch allen zukünftigen Investitionen in Kraftwerke die Grundlage", sagte Filbert. Bis 2030 sei so viel Erzeugungskapazität vorhanden, dass es keine neuen Bauvorhaben geben werde. "Der Wettbewerb ist damit quasi tot."

Union und FDP hatten am Montag beschlossen, die Laufzeiten der deutschen Atomkraftwerke um durchschnittlich zwölf Jahre zu verlängern. Bis 1980 gebaute AKWs sollen acht Jahre länger laufen, neuere AKWs 14 Jahre. Im Gegenzug sollen die AKW-Betreiber neben der bereits beschlossenen Brennelementesteuer in den kommenden Jahren insgesamt rund 15 Milliarden Euro für den Ausbau erneuerbarer Energien zahlen.
 


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