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Kalte Nacht in Deutschland!
Ein schöner Name, jedoch eine eiskalte Frau! Angelika heißt das Hoch und bringt Polarluft mit. In Sachsen gar bis Minus 28 Grad, Berlin hatte mit – 20 Grad nicht viel weniger! In Thüringen waren nach einer Gas Havarie 1000 Haushalte ohne Wärme.

  

 Volker Labes, Berlin

07.01.09

Das hartnäckige Hoch "Angelika" hat Deutschland die kälteste Nacht des Winters beschert. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes sank die Temperatur an der Station Dippoldiswalde-Reinberg in Sachsen auf minus 28 Grad. Den strengsten Frost in Deutschland gab es demnach einem Streifen vom Saarland über die Mittelgebirge bis zur tschechischen Grenze. Damit war es dort deutlich kälter als zum Beispiel an den Alpen. Die Eiseskälte verursachte am Mittwochmorgen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen Zugverspätungen von mehr als eineinhalb Stunden. Grund waren nach Angaben der Deutschen Bahn zugefrorene Weichen oder Zugtechnik. Vereinzelt fielen auch Züge aus.

Aus Niedersachsen wurden am Morgen Schulausfälle im Landkreis Lüchow-Dannenberg gemeldet. Grund seien die Straßenverhältnisse, die eine Schülerbeförderung nicht zuließen. Die Nebenstrecken im Kreis sind meist noch so stark vereist, dass kein Busverkehr möglich ist. In der kommenden Nacht wird es voraussichtlich nicht mehr ganz so kalt, weil von Norden her ein Niederschlagsgebiet nach Deutschland zieht. Es bleibt aber weitgehend frostig. Die Meteorologen gehen davon aus, dass es zunächst keine weiteren Minus-Rekordwerte geben wird. "Hoch Angelika sorgt zwar auch in den kommenden Tagen für winterlich kalte Temperaturen, der Höhepunkt der Kältewelle wurde aber mit dem heutigen Tag erreicht", sagte Meteorologe Andreas Meingassner.

 

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