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In
Deutschland droht höhere Mehrwertsteuer
Volker Labes, Berlin
26.06.2009
Nach der
Bundestagswahl drohen den Deutschen höhere Steuern. Die
"Bild"-Zeitung berichtet jetzt mit Verweis auf Insider, wegen der
steigenden Staatsverschuldung werde in der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion eine Anhebung der Mehrwertsteuer
diskutiert. Zum einen sei eine Erhöhung des ermäßigten Steuersatzes
von derzeit 7 Prozent auf 19 Prozent im Gespräch - dieser Satz gilt
derzeit unter anderem für Lebensmittel und Schnittblumen. Nach
Berechnungen aus der Fraktion könnte diese Anhebung rund 14
Milliarden Euro zusätzliche Einnahmen für die Staatskasse bringen.
Diskutiert wird auch, ob es künftig nur noch einen einheitlichen
Mehrwertsteuersatz von 18 Prozent geben soll. Eine entsprechende
Anhebung des Niedrigsatzes um elf Prozentpunkte bei gleichzeitiger
Senkung des regulären Mehrwertsteuersatzes um einen Punkt auf 18
Prozent brächte dem Fiskus immerhin noch rund sieben Milliarden Euro
Mehreinnahmen, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Informanten
in der Bundestagsfraktion der Union.
Auch bei
den Sozialleistungen könnte es nach der Bundestagswahl Einschnitte
geben. Die Union erwägt unter anderem die Einführung einer
Mietkostenpauschale für "Hartz IV"-Empfänger. Insgesamt könnten
dadurch zusätzlich "mehrere Milliarden Euro" jährlich im
Bundeshaushalt eingespart werden.
Am Mittwoch
hatte das Bundeskabinett einen Haushaltsentwurf für 2010
verabschiedet, der mit einer Neuverschuldung von 86 Milliarden Euro
mehr als das Doppelte des bisherigen Schuldenrekords von 1996
erreicht. Schon seit Tagen wird debattiert, ob eine neue
Bundesregierung als Reaktion darauf nach der Wahl Sparaktionen und
Steuererhöhungen einleiten wird.
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