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Riesenschlag gegen Drogenhändler!
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Millionen Euro auf dem Schwarzmarkt hätten die 5,5 Tonnen Marihuana
auf dem Schwarzmarkt gebracht, hätten wäre da nicht der Deutsche
Zoll im Hamburger Hafen gewesen. Denn diese Menge haben die Zöllner
gestern sichergestellt und auch gleich noch die Hintermänner in
England dazu festgenommen. Das ist für das Zollfahndungsamt die
größte Sicherstellungsmenge seid 15 Jahren.
Volker
Labes, Berlin
25.03.09
Ein Container voll
frischer Ananas aus Ghana für eine Modefirma in Darmstadt - diese
Ladungsbeschreibung machte die Zöllner der Ermittlungsgruppe Hafen
stutzig. Sie überprüften die Angaben auf den Ladepapieren und
stellten fest, dass es die Modefirma gar nicht gibt. "Wir haben dann
den Container in der Röntgenanlage durchleuchtet und festgestellt,
dass statt Ananas Marihuana in den Kartons war", so ein Beamter. Das
war kurz vor Weihnachten.
Was in den Wochen
danach passierte, beschreibt Sabine Heise, Chefin des
Zollfahndungsamt Hamburg, als "bilderbuchmäßig". Die Zöllner
warteten, bis der Abnehmer, ein Kaufmann (48) aus Darmstadt, den
Weitertransport der Ladung in Richtung England in Auftrag gab. Dann
wurde der Container, in dem nur noch ein kleiner Teil des Marihuanas
war, nach Rotterdam verfolgt, von wo er dann mit der Fähre nach Hull
in England übersetzte, um dort zu seinem Ziel Bradfort in
Mittelengland transportiert zu werden. Als die englischen Empfänger
den Container auf einem privaten Grundstück entluden, schnappte die
Falle zu. Beamte der Serious Organised Crime Agency (SOCA) nahmen
die Täter fest. Es war der größte Erfolg für die erst vor drei
Jahren gebildete Einheit. "Die Zusammenarbeit mit den englischen
Kollegen hat sehr gut geklappt", sagt Heise.
Auch in Deutschland
liefen die Ermittlungen rund. Jetzt nahmen Zöllner den 48-jährigen
Kaufmann in Darmstadt fest. Der gebürtige Inder gilt als Organisator
des Drogenschmuggels. Der Mann sitzt in Untersuchungshaft.
Das Marihuana stammt
wahrscheinlich aus Jamaika. Darauf weisen Jamaika-Dollars hin, die
wie ein Markenzeichen gut sichtbar in zahlreiche der
Marihuana-Pakete eingearbeitet waren. Der Zoll registriert eine
verstärkte Schmuggeltätigkeit von Südamerika Richtung Afrika. Selbst
in Speedbooten soll Rauschgift über den Atlantik gebracht werden.
Von Afrika aus werden die Drogen dann Richtung Europa geschmuggelt.
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