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Koalitionskrach!
Der Wahlkampf geht langsam aber sicher los. Dazu
kommt noch das die Wirtschafts- und Finanzkrise ihr übriges dazu
tut. Jetzt hat SPD Chef Franz Müntefering der Bundeskanzlerin Merkel
Führungsschwäche vorgeworfen.
Volker Labes, Berlin
24.03.09
Beim Streit um die Reform
der Hartz-IV-Jobcenter habe sie gegenüber der Unionsfraktion keine
Stellung bezogen, um die gemeinsamen Beschlüsse der großen Koalition
durchzusetzen, kritisierte Müntefering am Sonntag im ZDF. "Sie ist
führungsschwach", sagte er. "Sie hat ihrer Fraktion die Möglichkeit
gelassen, gegen alle Länder eine Entscheidung rückgängig zu machen,
die für die Koalition ganz wichtig gewesen wäre und für die
Arbeitslosen natürlich auch."
Die
CDU/CSU-Bundestagsfraktion hatte einen von Bundesarbeitsminister
Olaf Scholz (SPD) und Vertretern der Bundesländer ausgehandelten
Kompromiss zur Neuordnung der Jobcenter abgelehnt, die wegen eines
Urteils des Bundesverfassungsgerichts nötig geworden war.
Bundeskanzlerin Merkel hatte ihre Haltung in dem Streit bis zuletzt
offen gelassen.
Bei den Streitigkeiten in
der großen Koalition geht es nicht um die Person Merkels, sondern um
unterschiedliche Einschätzungen zu Sachthemen, sagte Müntefering.
Dazu gehören neben den Jobcentern Fragen der Begrenzung von
Managergehältern sowie von Staatshilfen für Opel. Die Fortsetzung
der Koalition bis zur Bundestagswahl im Herbst stehe aber nicht
infrage: "Es wird regiert, und zwar so lange, wie wir in der
Regierung sind, und das ist bis zur Bundestagswahl", sagte der
SPD-Chef. "Das ist auch die Verantwortung gegenüber dem Land."
Ich hoffe nur das bei
allem Kompetenzgerangel und der Suche nach Selbstdarstellung der
Bürger und die Staatsfragen nicht zu kurz kommen!
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