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Regierung rechnet 2009 mit tiefer Rezession!
Berlin 21.01.09
Volker Labes, Berlin
Die
Bundesregierung erwartet für 2009 eine tiefe Rezession, sinkende
Exporte und eine steigende Arbeitslosigkeit. In dem am Mittwoch
beschlossenen Jahreswirtschaftsbericht geht das Kabinett von einer
Schrumpfung des deutschen Bruttoinlandsproduktes (BIP) um rund 2,25%
aus. Bundeswirtschaftsminister Michael Glos sagte bei einer
Pressekonferenz in Berlin, der Präsident der Deutschen Bundesbank,
Axel Weber, habe ihn "in dieser Einschätzung bestätigt". Die
Bundesbank gehe für das vierte Quartal 2008 von einem BIP-Rückgang
um 1,8% aus. Im Jahr 2008 war die deutsche Wirtschaft um 1,3%
gewachsen, im Jahr 2007 um 2,5%.
Allerdings erwartet die Regierung
laut Glos "im zweiten Halbjahr 2009 eine Wende zum Besseren". 2010
werde die Weltwirtschaft nach seiner Erwartung die Schwäche
überwunden haben "und sich wieder in einem Wachstumsprozess"
befinden, sagte Glos. Eine detaillierte Wachstumsrate für das
deutschen BIP wollte der Wirtschaftsminister jedoch für 2010 nicht
benennen.
Deutschland dürfte dennoch
auch 2009 Exportweltmeister bleiben, da China voraussichtlich noch
größere Ausfuhrrückgänge werde hinnehmen müssen, sagte BGA-Präsident
Anton F. Börner. "Wir werden relativ unseren Marktanteil weltweit
halten, wenn nicht sogar noch leicht ausbauen können", sagte Börner.
Die
Importe dürften
laut Jahreswirtschaftsbericht um 5,0% sinken. Die Arbeitslosenquote
sieht die Regierung 2009 bei 8,4% nach 7,8% im Vorjahr. Für den
Privatkonsum erwartet sie allerdings eine Zunahme um 0,8%. "Wir sind
davon überzeugt, dass nach Jahren der Stagnation der Konsum wieder
das Wachstum stützen wird", betonte Glos. Verantwortlich hierfür
seien Steuer- und Abgabensenkungen.
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