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Haus mit 3 Menschen in See versunken!
Volker Labes, Berlin
19.07.09
Nach einem gewaltigen
Erdrutsch in Nachterstedt (Sachsen-Anhalt) ist gestern Früh eine
Doppelhaushälfte mit drei Bewohnern in einem Bergbausee versunken.
Erdmassen rutschten in das geflutete Restloch eines ehemaligen
Braunkohle-Tagebau ab und rissen ein weiteres Mehrfamilienhaus zur
Hälfte mit sowie eine Straße und die dort befindliche
Aussichtsplattform. Bei den Vermissten, einer 48-jährigen Frau und
zwei Männern im Alter von 50 und 51 Jahren - handelt es sich um die
Bewohner des Doppelhauses. Für sie besteht kaum Hoffnung lebend
gefunden zu werden.
Unklar ist noch das Schicksal eines rund 20 Jahre alten Mannes, der
ebenfalls in dem Doppelhaus gemeldet ist, das ursprünglich 80 bis
100 Meter vom Seeufer entfernt stand. Weil weitere Erdrutsche
befürchtet wurden, konnten zunächst keine Rettungskräfte zu den
Haustrümmern vordringen. Mehr als 60 Bewohner der umliegenden Häuser
wurden vorübergehend in Notunterkünften untergebracht. Die Ursache
für das Unglück war zunächst unklar. Fraglich war, ob die Böschung
des Sees aufgrund von Regenfällen abrutschte. Die Lausitzer und
Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft, zuständig für die
Sicherung und Flutung des Tagebausees, erklärte, heftige Regenfälle
haben das Unglück ausgelöst. Die Polizei hat den 350 Hektar großen
Concordia-See abgesperrt |