Velkommen til www.sfm.no - Welcome to www.sfm.no - Willkommen zur www.sfm.no.


 

INDEKS

ANNONSER OM OSS MENINGER NYHETER REDAKSJON SERIER KONTAKT TJENESTER SIVORG

Et riksdekkende tverrpolitisk fritt og partiuavhengig nettmagasin for allmenn journalistikk. Portalansvarlig: Inter Media Research. PB.1118, 1787 Berg i Østfold. På Internett siden 1.1.1998


Dem Osten Deutschlands droht Rentnerarmut!

Volker Labes, Berlin

Berlin 15.04.08

Mittelfristig droht in Deutschland eine starke Zunahme von Altersarmut - vor allem in den neuen Bundesländern. Die Zahl der verhältnismäßig "reichen" Nachwenderentner werde sich verringern und großteils durch vergleichsweise "arme" ersetzt werden. So heißt es in einer Analyse des Finanzministers von Sachsen-Anhalt, Jens Bullerjahn, und des Sozialministers von Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering. Gründe seien die Arbeitsmarktkrise und die niedrigen Löhne nach der Wende. Die Analyse von Bullerjahn und Sellering betont, insgesamt hätten Geringverdienende und Arbeitslose ein erhöhtes Risiko auf Altersarmut.

Doch in Ostdeutschland sei die Situation verstärkt. "Je länger die Wiederherstellung der deutschen Einheit im Jahr 1990 zurückliegt, um so mehr verlieren die kontinuierlichen Erwerbsbiographien der DDR-Zeit für den Aufbau von Rentenanwartschaften an Bedeutung", heißt es in der Analyse. Zwar habe sich auch im Westen die Arbeitsmarktlage seit den 70er Jahren verschlechtert, der Osten ist demnach aber wegen des allgemein niedrigeren Rentenwertes, des niedrigeren Lohnniveaus und der oftmals höheren Arbeitslosigkeit vergleichsweise stärker betroffen. So stagnieren die Ostlöhne seit Jahren im Durchschnitt bei rund 80 Prozent der Westlöhne.

Der Anteil der Personen in Haushalten, die mindestens sechs Monate Arbeitslosengeld II bezogen haben, sei doppelt so hoch wie in Westdeutschland. Und das obwohl uns zur Wende blühende Landschaften versprochen wurden, von wem auch immer!?

Vor allem für die jüngeren Jahrgänge steigt demnach das Risiko von Altersarmut. Während derzeit die Rentenhöhe bei Männern in den neuen Bundesländern bei durchschnittlich 967 Euro liege, könne die Gruppe der 1957 bis 1961 geborenen Männer nur noch mit 820 Euro rechnen. Bei den Frauen sinke die Rente von derzeit durchschnittlich 785 Euro auf 690 Euro. Auf noch niedrigerem Niveau liege die Rente bei den westdeutschen Frauen, wo sie von 579 Euro auf 623 Euro steige. In den neuen Ländern kommt dem Bericht zufolge erschwerend die besonders hohe Abhängigkeit von der gesetzlichen Altersversicherung hinzu.

Während in den alten Bundesländern 74 Prozent der Alterssicherungsleistungen aus der gesetzlichen Rente kommen, betrage der Anteil in den neuen Ländern 99 Prozent. Die Erträge aus privater Altersvorsorge, beispielsweise aus Mieteinnahmen und Lebensversicherungen, betrage weniger als die Hälfte des Westniveaus. DGB-Chef Michael Sommer befürchtet das in spätestens 15 Jahren Millionen Rentner - sofern nichts passiert - von Sozialhilfe leben müssen. Das Thema Altersarmut werde völlig unterschätzt. "Für ein Jahr Hartz IV bekommt man später 2,19 Euro monatliche Rente", sagte Sommer der "Bild"-Zeitung.

 

SAMFUNNSMAGASINET
Et tverrpolitisk fritt og helt partiuavhengig nettmagasin. Oppdateringer skjer sporadisk unntatt i månedene juni - juli og august da vi holder sesongstengt.
Sporadiske oppdateringer kan forekomme under stengeperioden (sesongen).  Innhold fra www.sfm.no kan refereres til mot angivelse av kilde.
Gjengivelse av innhold fra www.sfm.no, og uansett hva, er ikke tillatt uten skriftlig samtykke
Kommersielt bruk av innhold på www.sfm.no må alltid være skriftlig avtalt på forhånd
. I slike tilfeller  følger vi gjeldende satser for Norsk Journalistlag / Frilansgruppen.
Copyright  tilhører hhv forfatter og fotograf / annen utgiver / kilde: (Jf. Åndsverkloven).
Ansvarlig redaktør: Jan Hansen.
E-post: sfm@sfm.no