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Teure Werksschließung!?
Volker
Labes, Berlin
11.03.08
Das
Bundesland Nordrhein Westfalen fordert bis Ende März 60 Millionen
von Nokia! Das Werk in Bochum wird geschlossen und sollte das Geld
bis zum genannten Zeitpunkt nicht da sein ziehe man vor Gericht.
Schon direkt nach Bekanntgabe der Werkschließung dachten
Landespolitiker laut darüber nach, ob nicht Subventionen
zurückzufordern seien. Jetzt nimmt die Revanche Formen an. Der
finnische Handyhersteller soll Beihilfen in einer Höhe von 41
Millionen Euro zurückzahlen, teilte das Wirtschaftsministerium in
Düsseldorf mit, inklusive der Zinsen in Höhe von etwa 18 Millionen
Euro addiert sich die Summe auf 60 Millionen Euro. Begründung: Nokia
habe gegen Subventionsauflagen verstoßen und in dem Werk nicht die
vereinbarte Zahl von Arbeitsplätzen geschaffen. Noch im Laufe des
Tages gehe ein entsprechendes Schreiben der nordrhein-westfälischen
Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) heraus, berichtet das
"Handelsblatt".
Wenn Nokia die geforderte Summe nicht bis zum Monatsende zahle,
werde das Land den Konzern verklagen. Die
Landesregierung hatte empört auf die Schließungspläne von Nokia in
Bochum reagiert. Sie hatte bereits vor Wochen angekündigt,
Subventionen in Höhe von 41 Millionen Euro zurückzufordern, weil
zugesagte Dauerarbeitsplätze nicht geschaffen worden seien. Aus
schriftlichen Unterlagen, die Nokia unterschrieben habe, geht
hervor, dass 2800 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze hätten
geschaffen werden müssen, hatte Thoben erklärt. Nokia vertritt
jedoch die Position, dass Leiharbeiter und ausgelagerte
Arbeitskräfte in diese Zahl hineingerechnet werden müssten.
Nokia will sein Bochumer Werk mit 2300 Festangestellten und 1000
Leiharbeitern aus Kostengründen zur Jahresmitte aus der
Ruhrgebietsstadt abziehen. Der größte Teil der Produktion soll in
ein neues Werk nach Rumänien verlagert werden. |