31-jährige
Deutsche nach Schweden ausgeliefert
2.5.2008.
Berlin. Volker Labes
Eine des
Mordes verdächtige Deutsche ist nach Schweden ausgeliefert worden.
Die junge Frau soll zwei Kinder getötet haben.
Nach dem
Mord an zwei kleinen Kindern in Schweden ist die tatverdächtigte
Studentin aus Hannover in das skandinavische Land ausgeliefert
worden. Wie die Generalstaatsanwaltschaft in Celle am Mittwoch
mitteilte, wurde die 31-Jährige am Dienstagabend am Flughafen
Hamburg den schwedischen Behörden übergeben. Die Studentin soll im
März im mittelschwedischen Arboga zwei Kinder im Alter von zwei und
vier Jahren mit einem Hammer getötet und deren Mutter schwer
verletzt haben.
Eine Verfassungsbeschwerde, die die Anwältin der 31-Jährigen gegen
die Auslieferung eingelegt hatte, ist ohne Erfolg geblieben. Das
Bundesverfassungsgericht nahm die Beschwerde zur Entscheidung nicht
an. Sie sei unzulässig, entschied eine Kammer des zweiten Senats in
Karlsruhe am Dienstag.
Die Generalstaatsanwaltschaft Celle stand nach eigenen Angaben vor
der Auslieferung in Kontakt mit dem Verfassungsgericht. Karlsruhe
hat aber nicht verlangt, die Auslieferung zu stoppen, sagte ein
Sprecher der Behörde. Nach dem Grundgesetz dürfen Deutsche von der
Bundesrepublik eigentlich nicht ins Ausland ausgeliefert werden.
Innerhalb Europas ist dies aber seit 2006 mit Hilfe des europäischen
Haftbefehls möglich.
Zum
Zeitpunkt der Morde an den beiden Kindern am 17. März lebte die
Studentin in Schweden und war dort mit dem 28-jährigen Stiefvater
der Kinder befreundet. Nach Angaben der schwedischen Polizei floh
sie nach der Tat nach Deutschland. Am 20. März stellte sie sich in
Hannover der deutschen Polizei. Sie bestritt bei ihrer Vernehmung,
etwas mit dem Verbrechen zu tun zu haben, und kam auf freien Fuß.
Ende März wurde sie dann aber doch in Auslieferungshaft genommen. |