
02.02.2008.
Volker Labes
„Der Tarifstreit von Bahn und
GdL ist beigelegt“ lautet heute eine Schlagzeile in den Nachrichten. Das
bedeutet zu Arbeitsniederlegungen bei der Bahn kommt es nicht mehr.
Jedoch kommt es jetzt noch schlimmer!
Die BVG, Berlins öffentlicher Personentransport
beginnt am Freitag 00:00 Uhr bis zum Samstag um 15:30 Uhr mit einem
Warnstreik um ebenfalls utopische Lohnerhöhungen durchzusetzen. Die
Gewerkschaft Verdi fordert 12% mehr Lohn für die 12000 Beschäftigten der
BVG. Das Unternehmen befördert in Deutschlands Hauptstadt täglich 2,4
Millionen Fahrgäste. Busse, U Bahnen und Straßenbahnen werden die Depots
und Garagen nicht verlassen.
Utopisch
sind diese Lohnforderungen! 12% mehr in die Lohntüten, das bei dem
Beispiel der Bahn, dort kündigte Bahn Chef Mehdorn als Ergebnis des
Sieges der Gewerkschaft bereits Entlassungen an. Sind die Gewerkschaften
bereits von Ihrer Geltungssucht so verblendet das sie den Nutzen ihrer
Arbeit nicht mehr real einschätzen können? Denn im Streit bei der BVG
wurde ein Angebot der Arbeitgeber von 4% bereits verworfen und als
Unverschämtes Angebot gescholten.
Die Konsequenzen werden von den Gewerkschaften
nicht getragen, die hat der deutsche Steuerzahler wieder bei sich zu
spüren. Höhere Fahrpreise, mehr Arbeitslose bedeuten in einiger Zeit
mehr Hartz 4 Empfänger, diese bedeuten irgendwann mehr Steuergelder um
diese Sozialleistungen zu finanzieren. Und so schließt sich der Kreis,
denn dann können die Gewerkschaften wieder in den Focus der
Öffentlichkeit treten. Man muss ja wieder streiken um das Defizit im
Geldbeutel durch höhere Lohnforderungen auszugleichen! |