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Backpfeife für Merkel und Co

Volker Labes, Berlin

30.03.2011

Die gestrigen Landtagswahlen in Baden Würtemberg und Rheinland Pfalz sorgten für eine mächtige Backpfeife für die Bundeskanzlerin Merkel und ihre Schwarz Gelbe Koalition. Fast historisch können jetzt zum aller ersten Mal einen Landespräsidenten stellen.

Nach der Wahlniederlage in Baden-Württemberg arbeitet die Bundesregierung an einer Neuausrichtung ihrer Atom- und Energiepolitik. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte am Montag nach einer Präsidiumssitzung der Union, am Ende des Moratoriums für die Laufzeitverlängerung und Sicherheitsüberprüfung der Atommeiler im Mai werde ein verändertes Konzept stehen. FDP-Chef Guido Westerwelle sprach schon am Wahlabend von einer „Abstimmung über die Zukunft der Atomkraft“. Er hatte hinzugefügt: „Wir haben verstanden.“ Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer mahnte: „Die Energiewende muss in den nächsten Wochen auf die Beine gestellt werden.“

Merkel nannte als Begründung für die Neuausrichtung der Atompolitik allerdings nicht die Wahlniederlage vom Sonntag, sondern die Ereignisse in dem havarierten japanischen Kernkraftwerk, die bislang als unvorstellbar gegolten hätten. Jetzt werde man dessen Auswirkungen auf deutsche Meiler analysieren. Energie müsse allerdings bezahlbar, die Versorgungssicherheit gewährt bleiben. Allerdings machte sie die Vorfälle in Japan mitverantwortlich für die Niederlage der CDU.

CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe verlangte Konsequenzen aus der Wahlniederlage in Baden-Württemberg zu ziehen. Es sei „ganz unwahrscheinlich“, dass die vorläufig abgeschalteten, vor 1980 in Dienst gestellten Kernkraftwerke wieder ans Netz gingen. Die Position vertritt auch Umweltminister Norbert Röttgen (CDU), dem die Verlängerung der Laufzeiten um zwölf Jahre zu lange ausgefallen war. Jetzt müsse gezeigt werden, „dass man schnell aus der Kernenergie raus kann“. Die Energiewende könne als Teil der wirtschaftlichen und technologischen Erneuerung „vielleicht das große Projekt der Koalition und auch der Union sein“.

Da die FDP in Rheinland Pfalz noch nicht mal mehr die 5% Hürde nehmen konnte um in den Landtag einzuziehen wird jetzt die Luft auch immer dünner für den Vizekanzler Guido Westerwelle (FDP).


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