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Verteidigungsminister tritt zurück! Volker Labes, Berlin 03.03.11 Zwei Wochen lang hatte sich Karl-Theodor zu Guttenberg gegen den Vorwurf des Betruges bei seiner Doktorarbeit gewehrt. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung entschloss er sich in der Nacht zum Dienstag zum Rückzug, nachdem die Kritik aus der Wissenschaft an seinem Verhalten immer heftiger geworden war. Offensichtlich hat er sich nur im Familienkreisberaten. CSU-Chef Horst Seehofer und Vizekanzler Guido Westerwelle (FDP) wurden von der Nachricht ebenso überrascht wie Kanzlerin Merkel.
In seiner Rücktrittserklärung räumte Guttenberg abermals ein, bei seiner Doktorarbeit schwere Fehler gemacht zu haben. Er sei auch mitverantwortlich für die 'enorme Wucht' der jüngsten Berichterstattung. Zugleich aber beschrieb sich der 39-Jährige, der zuletzt der mit Abstand beliebteste deutsche Minister gewesen war, als Opfer der Medien und der politischen Gegner. 'Es ist bekannt, dass die Mechanismen im politischen und medialen Geschäft zerstörerisch sein können', sagte er. Auf Wunsch von Kanzlerin Merkel wird Guttenberg geschäftsführend im Amt bleiben, bis ein Nachfolger gefunden ist. Mit seinem Ministerposten will Guttenberg auch alle weiteren politischen Ämter aufgeben, darunter sein Bundestagsmandat. Weil die CSU bei der Bundestagswahl drei Überhangmandate errang, würde es für Guttenberg keinen Nachrücker geben. Die Unions-Fraktion würde damit künftig nur noch 238 Abgeordnete zählen. Allerdings bemühten sich am Dienstagabend führende CSU-Politiker, Guttenberg davon abzuhalten, dass er sein Bundestagsmandat sowie den Bezirksvorsitz der CSU Oberfranken niederlegt. |
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