![]() |
|
![]() |
|
|
| ANNONSER | OM OSS | MENINGER | NYHETER | REDAKSJON | KONTAKT | TJENESTER |
|
|
|
FDP strukturiert sich neu! Volker Labes, Berlin 16.05.2011 Nach der Dauerkrise schaltet die FDP mit dem neuen Vorsitzenden Philipp Rösler jetzt wieder auf Angriff, auch und gerade in der schwarz-gelben Koalition. „Das Signal des Aufbruchs ist gesendet ... ab heute kann man mit der FDP wieder rechnen. Wir sind wieder da“, sagte Rösler am Sonntag zum Abschluss des dreitägigen Parteitags in Rostock, der das Ende der zehnjährigen Führungs-Ära von Guido Westerwelle vollzog. Bleibt abzuwarten ob der deutsche Wähler das auch so sieht! Rösler hatte in seiner Antrittsrede die mehr als 600 Delegierten mit neuem Stil und neuer Tonlage begeistert. Er räumte Fehler der Liberalen ein und versprach: „Ab heute wird die FDP liefern.“ Die Freidemokraten wollten nicht mehr Ein-Thema-Steuer-Partei sein und sich mehr als bisher um die Alltagssorgen der Bürger kümmern. Einen radikalen Kursschwenk soll es allerdings nicht geben. Der neue Sympathieträger der FDP kündigte eine härtere Gangart gegenüber dem Regierungspartner Union bei der Inneren Sicherheit an. Bei Steuersenkungen müsse die Koalition neue Spielräume nutzen. Bei der Energiewende sieht die FDP sich als Stimme der Vernunft. Auf ein Abschaltjahr für die Meiler legte sie sich nicht fest. Der neue Bundeswirtschaftsminister Rösler war am Freitag mit 95 Prozent zum Nachfolger Westerwelles zum Parteivorsitzenden gewählt worden. Dieser trat nach zehn Jahren nicht mehr an. Die von der Parteispitze gefürchtete offene Abrechnung mit ihm gab es nicht. Rösler erklärte die Debatte über eine Ablösung des Außenministers für beendet. In der ARD sagte Rösler über den Parteitag: „Alle Delegierten gehen hier mit einem hervorragenden Gefühl heraus. Es ist eine Aufbruchsstimmung zu spüren. Die wollen wir verbreiten.“ In seiner einstündigen Rede setzte sich Rösler mit einer ruhigen Tonlage deutlich vom Stakkato seines Vorgängers Westerwelle ab. Die mehr als 600 Delegierten feierten ihn neun Minuten stehend mit Applaus. Sie erhoffen sich von dem 38-Jährigen nun, dass er die Regierungspartei aus dem Umfragetief herausführt. Bei der Landtagswahl an diesem Sonntag in Bremen droht sie, an der Fünf-Prozent-Hürde zu scheitern. Auch bundesweit liegt sie derzeit nur bei 5 Prozent. Bei der Wahl 2009 bekam die FDP 14,6 Prozent. Mit Blick auf die bisherige Regierungsarbeit gab Rösler Fehler zu, zog insgesamt aber eine positive Bilanz. „Den Menschen in Deutschland geht es heute besser als zu Zeiten der großen Koalition.“ Auch der neue Fraktionschef Rainer Brüderle sagte: „Wir haben vor der Wahl hohe Erwartungen geweckt und haben bisher nicht genügend geliefert.“ Ds es den Menschen in Deutschland jetzt besser geht als zu Zeiten der Großen Koalition wage ich zu bezweifeln, angesichts der Verteuerung von Strom und vor allem bei Benzinpreisen von bis zu 1,70 Euro pro Liter! |
|
|
|
NETTMAGASINET SFM.NO. (SAMFUNNSMAGASINET) |