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Kindesentführung geht unblutig zu Ende! Volker Labes, Berlin 11.02.11 Nach ungefähr dreizehn Stunden ist am Donnerstagabend unblutig die Entführung eines vier Jahre alten Mädchens beendet worden. Das Kind ist unverletzt, ein Tatverdächtiger wurde festgenommen. Er soll schon an diesem Freitag dem Haftrichter vorgeführt werden. Der Mann war am Donnerstagabend in Kleinmachnow bei Berlin festgenommen worden - wenige Minuten nachdem er das Kind freigelassen hatte. Zuvor war laut Polizei auch Lösegeld übergeben worden. Der Entführer hatte das Mädchen etwa 13 Stunden in seiner Gewalt. Er hatte das Kind am Donnerstagmorgen vor dem Elternhaus und direkt vor den Augen der Mutter unter Drohungen an sich gerissen. Die 41-Jährige wollte das Kind zum Kindergarten bringen. In dem Moment stürmte ein unbekannter Maskierter auf das Grundstück der Familie, schnappte sich das Mädchen und drückte der hilflosen Mutter einen Zettel mit Forderungen in die Hand: Keine Polizei, keine Presse, stand darauf, sowie eine Lösegeldforderung. Nach Angaben der Polizei wurde das Mädchen dann am Abend in der Nähe des Wohnortes gefunden und von Nachbarn zu den Eltern gebracht. Nach einem Bericht der "Berliner Morgenpost" soll es zuvor gegen 21 Uhr eine Übergabe von Lösegeld an der A12 in der Nähe des Autobahnanschlusses Fürstenwalde West gegeben haben. Die Polizei hatte den ganzen Tag lang nichts über den Fall nach außen sickern lassen. Denn der Täter habe der Mutter gedroht, dem Kind etwas anzutun, falls sie Polizei oder Medien einschaltet. Trotzdem begann wenig später die fieberhafte Suche der Polizei. Etwa 400 Beamte waren laut Angaben beteiligt. "Die Rettung und das Wohl des Kindes standen dabei immer im Vordergrund", betonte ein Sprecher der Polizei. In den Kindertagesstätten wurden Eltern anderer Kinder gewarnt. Gleichwohl bemühten sich alle um Stillschweigen, um die Befreiung des Mädchens nicht zu gefährden. Dies galt auch für die Medien.
Zur Höhe
der Lösegeldforderung machte die Polizei zunächst keine Angaben. Sie
soll bei 60.000 Euro gelegen haben. Die Eltern des Mädchens sind laut
Sprecher weder reich noch prominent. Ihr Haus befindet sich in einer der
Neuhaussiedlungen der knapp 19.600 Einwohner zählenden Gemeinde. Die
Familie wird von Spezialisten betreut. |
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