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Bekannte Fernsehsendung wegen Unfall abgebrochen! Volker Labes, Berlin 06.12.2010 Die ZDF-Sendung „Wetten, dass..?“ ist am Samstagabend in Düsseldorf nach einem schweren Unfall abgebrochen worden. Der 23-jährige Wettkandidat wollte mit Sprungfedern an den Füßen über fünf auf ihn zufahrende Autos unterschiedlicher Größe springen. Beim vierten Wagen stürzte der Student kopfüber auf den Bühnenboden und erlitt schwere Halswirbelverletzungen. Nach einer Notoperation in der Universitätsklinik Düsseldorf wurde er in ein künstliches Koma versetzt. NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft zeigte sich bestürzt über den Zwischenfall. Die SPD-Politikerin saß bei der Sendung in der ersten Reihe. „Das ist unmittelbar vor uns passiert“, sagte die Ministerpräsidentin, „ich war geschockt und bestürzt und habe dann gebetet.“ Kurt Beck (SPD), Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und Verwaltungsratsvorsitzender des ZDF, verlangt eine Aufklärung des Unglücks. Jetzt müsse in den Gremien hinterfragt werden, ob „die Grenzen des Verantwortbaren überschritten“ wurden. Monika Düker, Landeschefin der Grünen, warf dem Sender „Verantwortungslosigkeit“ vor. In der Probe zu der ZDF-Show war der Student zweimal schwer gestürzt. „Der Kampf um die Quote darf nicht zulasten der Sicherheit gehen“, erklärte Düker. Wobei ich sagen muß das jeder Kandidat selber das Risiko einer von ihm angebotenen Wette zu verantworten hat. Peter Biesenbach, Innenexperte der CDU-Landtagsfraktion, forderte das ZDF auf, das Konzept der Sendung zu überdenken. „Auftritte, die nur dem Adrenalin-Kick dienen, gehören da nicht hin“, sagte Biesenbach. Die Sendung sollte sich auf Wetten beschränken, die „originell oder amüsant“ seien. ZDF-Moderator
Thomas Gottschalk wies die Vorwürfe zurück. Riskante Wetten seien Teil
des Programms. „Wir hatten sie immer schon, ob mit Motorrädern oder etwa
auf Skisprungschanzen“, sagte er der „Süddeutschen Zeitung“. Jetzt müsse
man „überlegen, ob das so bleiben kann“. Das hänge auch davon ab, wie
rasch es dem Kandidaten besser gehe. Programmdirektor Thomas Bellut
erklärte, man werde „nicht einfach zur Tagesordnung übergehen“. Das Team
werde daraus Lehren ziehen. |
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