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Woolworth in Deutschland hat Insolvenzantrag
gestellt!
Volker Labes, Berlin
15.04.09
Die
Billigkaufhauskette Woolworth Deutschland hat Insolvenzantrag
gestellt. Das hat das Frankfurter Amtsgericht am heutigen Dienstag
mitgeteilt.
Die Woolworth
Deutschland GmbH & Co. KG gehört dem britischen Finanzinvestor
Argyll Partners und betreibt in Deutschland 323 Filialen mit etwa
11.000 Mitarbeitern. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der
Rechtsanwalt Ottmar Hermann ernannt.
Billig einkaufen ist
in der Krise zwar im Trend, daher gelten Discounter generell als
Krisengewinner. Doch Woolworth konnte sich offenbar nicht so gut
behaupten, wie noch vor kurzem angenommen. Noch im Februar hatte der
damalige Woolworth-Chef Robert Brech von Chancen in der
Wirtschaftskrise gesprochen. Das von dem bereits untergegangenen
britischen Konzern Woolworths unabhängige Unternehmen sehe sich
trotz trister Großwetterlage im Handel gut aufgestellt. „Wir sind
stabil“, erklärte Brech damals.
Über den Gesamtumsatz
der Woolworth Deutschland gibt es zwar keine offiziellen Zahlen,
doch gingen die Erlöse nach Informationen der F.A.Z. im Jahr 2008
zurück. Im vergangenen Geschäftsjahr erlöste das Unternehmen demnach
rund 900 Millionen Euro. Zum Vergleich: Für 2005 hatte Woolworth
noch knapp eine Milliarde Umsatz mit 340 Filialen gemeldet und von
14.500 Mitarbeitern gesprochen. Zwischenzeitlich ging das
Unternehmen vom Finanzinvestor Electra an Argyll Partners über, und
das Management strich Arbeitsplätze und gab Filialen auf. Erst in
der vergangenen Woche hatte Woolworth mit einem überraschenden
Chefwechsel Schlagzeilen gemacht: Nach nur vier Wochen im Amt nahm
Stefan Rohrer freiwillig seinen Hut. Zu den Gründen des Rücktritts
schweigt sich das Unternehmen bislang aus.
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